Herzlich Willkommen 

 

beim Kneipp-Verein Trier e.V.

Sebastian Kneipp (1821-1897) hat ein Gesundheitsverfahren entwickelt, welches alle Belange des Menschen mit einschließt und auf eine grundsätzliche Änderung der Lebensweise zielt.

­Dieses Verfahren basiert auf folgenden fünf Säulen, die alles abdecken, was der Mensch für sein Wohlbefinden braucht:

Ernährung, Kräuter, Wasser, Bewegung und (Lebens-)Ordnung

Der Kneipp-Verein Trier hat es sich zur Aufgabe gemacht, über Vorträge, Veranstaltungen und Anwendungen das beeindruckende Naturheilverfahren von Sebastian Kneipp den Menschen näherzubringen. Das beinhaltet aber auch den Umgang mit der Natur, die Naturliebe und die Achtung vor dem Umfeld, in dem wir leben.

 

!! 2020 finden wegen einer mutmaßlichen Pandemie

keine Veranstaltungen mehr statt !!

 

 

 

 

Kneipp-Verein Trier e.V.

Römerstraße 24

54294 Trier

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Tel. 0651-4681237

kneipp-verein-trier@web.de

Bild: Kneipp-Bund e.V.

Presseartikel

 

 

Durchs Wasser treten und die Natur genießen

 

Der Kneipp-Verein stellt sich vor:

TV/Die Woch

(vom 2. April 2020)

Wer war Sebastian Kneipp?

­Sebastian Kneipp hat im 19. Jahrhundert die Naturheilkunde wesentlich beeinflußt. Nachdem er seine schwere, damals noch als unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau selbst kurierte, begann er, sich intensiv mit der gesundheitsfördernden Kraft des Wassers und der heilenden Wirkung ausgesuchter Pflanzen zu beschäftigen.

 

Sebastian Kneipp wurde am 17. Mai 1821 als viertes Kind eines Hauswebers in Stephansried (Bayern) geboren. Not und Entbehrungen prägten seine Kindheit, in der er hart arbeiten und dem Vater am Webstuhl im feuchten Keller helfen musste. Schon früh hegte der den Wunsch, Geistlicher zu werden. Er bewarb sich bei vielen Pfarrämtern, wurde jedoch nirgendwo angenommen. Erst der Kontakt zu Kaplan Dr. Merkle aus Bad Grönenbach, ein entfernter Verwandter seiner Familie, brachte1842 eine erste wichtige Wendung in sein Leben.

 

Mit 25 Jahren, erkrankte Sebastian Kneipp an Lungentuberkulose. Trotz der schweren Krankheit, die damals noch als unheilbar galt, machte er, wenn auch verspätet, sein Abitur. Mit Beginn seines Theologiestudiums kam im Frühjahr 1849 dann der völlige Zusammenbruch. Als er zufällig in der Hofbibliothek ein Buch über die Heilkraft des Wassers entdeckte, weckte dies die Hoffnung, seine Krankheit selbst zu überwinden.

 

Durch das Buch belehrt, unternahm er einen waghalsigen Versuch:

"So ging ich dann in der Woche dreimal (im Winter) in die Donau hinaus (die Kälte mochte sein, wie sie wollte) und habe Halbbäder genommen von 3-4 Sekunden bei 10-15 Grad Kälte. Müde ging ich hinaus, neu aufgefrischt und gestärkt ging ich jedesmal heim und ich gewann die Überzeugung, wenn es für mich - nachdem alles Angewendete nichts geholfen - ein Heilmittel gibt, so wird es das Wasser sein. Mein Geist wurde denkfähiger, es besserte sich mein Appetit und ich konnte doch schon regelmäßig die Vorlesungen anhören, zumal in der Theologie  [... ] Wie ich Versuche gemacht habe, mich zu kurieren, indem ich wöchentlich zwei- bis dreimal in die Donau ging, so habe ich auch zu Hause, wenn ich in die Waschküche kommen konnte, teils ein Halbbad, teils eine Gießung, die ich selbst vornahm, gebraucht."

 

Sebastian Kneipp wurde bei seinen "heimlichen" Wasseranwendungen natürlich von Mitstudenten erwischt, die ihm eine Figur an die Tür zeichneten, die sich selber übergoß und darunter geschrieben stand: Dr. Hydrophilus. Er wurde wieder gesund und half bald auch seinen Mitstudenten, wenn sie an Tuberkulose oder anderen Krankheiten litten. Als die Cholera ausbrach, ging er mutig daran, auch dieser mit Wasser die Stirn zu bieten und heilte eine Frau, die im Sterben lag.


Wie ein Lauffeuer sprach es sich herum, dass der “Cholera-Kaplan”, wie Kneipp inzwischen genannt wurde, ohne viele Worte und kostenlos half, was auf zunehmende Kritik der Ärzte und Apotheker stieß. Sie fühlten sich durch Kneipps Wirken brüskiert – es wurde Anzeige gegen ihn erstattet. Kneipp mußte vor Gericht erscheinen und verteidigte sich dort mit dem Argument, ob man Kranken nicht helfen dürfe, wenn die Ärzte nicht mehr helfen können oder wollen und der Kranke mittellos ist. Der Fall nahm eine überraschende Wendung: Der Richter ließ sich von Kneipp Ratschläge zur Behandlung seines Rheumatismus geben und ließ ihn gewähren.

 

Nach vielen beruflichen Zwischenstationen wurde Sebastian Kneipp 1855 als Beichtvater ins Dominikanerkloster nach Bad Wörishofen versetzt, wo er aufgrund seiner guten Kenntnisse zugleich auch als landwirtschaftlicher Berater tätig war. Aufsehen erregte er durch die erfolgreiche Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche des Rinderbestandes mithilfe von Wasseranwendungen. Gewürdigt wurden auch seine Verdienste um Bienenzucht und Honiggewinnung. Er verfaßte landwirtschaftliche Sachbücher über wichtige Themen wie Ackerbau und Viehzucht (z. B. Fritz, der fleißige Landwirt).

Zu seinem Behandlungsrepertoire zählten kalte Güsse, Wassertreten, kalte und warme Teil-, Voll- und Wechsel-Bäder sowie kalte und warme Wickel und Auflagen.

 

1886 erschien „Meine Wasserkur“, Kneipps erstes Buch, das bereits seine Kräuterheilkunde und ein Kapitel über „Kraftnährmittel“ enthielt. Das Buch war ein voller Erfolg und verstärkte den Zustrom Heilungssuchender, anstatt ihn zu vermindern, was er eigentlich mit dem Buch beabsichtigt hatte. So hatte Kneipp gemeinsam mit einem Arzt, der die Diagnosen erstellte, tagtäglich mehr als 150 Kurgäste in seiner Sprechstunde zu betreuen.

1889 veröffentlichte Kneipp sein zweites Buch mit dem Titel „So sollt Ihr leben“, das seine gesundheitserzieherischen Grundsätze enthielt. Es folgten weitere Bücher wie „Ratgeber für Gesunde und Kranke“ (1891) und „Mein Testament“ (1894), in dem er die letzte Fassung seiner immer wieder verfeinerten und veränderten Heilmethoden beschreibt.


Sebastian Kneipp richtete in Bad Wörishofen drei Stiftungen ein: Das Priesterhaus „Sebastianeum“ (1891), das „Kinderasyl“ (1893) und das „Kneippianum“ (1896). Diese drei Stiftungen wirken seitdem in seinem Sinne und helfen kranken Menschen.

 

Auf zahlreichen Reisen im In- und Ausland war Kneipp ein beliebter Redner. Mehr als eine Million Zuhörer erreichte er Schätzungen zufolge in den drei Jahren seiner Vortragsreisen. Durch seinen Erfolg bei der Heilung des Ischiasleidens von Erzherzog Johann von Österreich-Ungarn wurde auch der europäische Hochadel auf Kneipp aufmerksam.

 

Nach mehreren Audienzen ernannte Papst Leo XIII. Kneipp 1893 zum päpstlichen Geheimkämmerer. Damit verbunden war die Verleihung des Titels „Monsignore“. Kneipp bedeutete diese Ernennung sehr viel, weil damit die Anerkennung seines Wirkens durch den Papst zum Ausdruck gebracht wurde. Der Papst bestärkte ihn auch darin, sich neben seinem Priesteramt weiterhin um die Gesundheit seiner Mitmenschen zu kümmern.

 

Am 17. Juni 1897 starb Sebastian Kneipp im Alter von 76 Jahren in Bad Wörishofen.

 

 

 

 

 

 

 

Kneipp-Tretbecken und Anlagen

in der Umgebung von Trier

 

Sirzenich im Wald

Tretbecken am Bach

Igel

 

Igel liegt etwa zehn Kilometer von Trier entfernt, Richtung Luxemburg. Bekannt ist die Igeler Säule, ein uraltes römisches Grabmal und imposant anzuschauen.

 

Auf dem Bild rechts, direkt am Moselufer auf der anderen Seite, steht ein winziges Häuschen mit zwei dunklen Fenstern. Das war vor langer Zeit das Waschhaus ("Buur") der Igeler Bürger. Im Inneren befanden sich vier Wassertröge, die mit Quellwasser gespeist wurden.

Ende der 60er Jahre wurde das Waschhaus abgerissen und ca. 1974 das Kneipp-Becken dort gebaut.

 

 

Heute dient das Becken Radlern und Spaziergängern, die gerne hier anhalten und verweilen, einen Gang durchs Wasser nehmen und etwas ausruhen, bevor die Tour die Mosel entlang weitergeht.

 

Schweich am Heilbrunnen

Tretbecken, Armbecken, Kiesbett, Quelle, Barfußpfad

Riveris-Talsperre

 

Einen halben Kilometer unterhalb der Trinkwassertalsperre, die auch Trier mit Wasser versorgt, baute die Gemeinde Riveris 2011 einen Rastplatz mit Wassertretbecken, Armbecken und Barfußpfad.

Dies geschah im Rahmen eines Internationalen Jugendcamps, bei dem Jugendliche aus der Region und aus aller Welt in nur vierzehn Tagen die Anlage fertigstellten.

 

 

Gespeist wird das Tretbecken indirekt vom Riveris, dem "kleinen Fluß", der dort vorbeifließt. Wunderschön ist die Einbettung der Anlage in einen großen Waldbereich, der mit vielen Wegen, auch einem Rundweg um den Stausse, den Wanderer wie den Naturforscher begeistern kann. Auch am Ufer des kleinen Baches gibt es eine Menge zu endecken.

 

Mitten auf der Wiese steht eine junge Linde, Erlen säumen den Uferrand und Mädesüß verbreitet im Sommer seinen Duft. Auch viele Schmetterlinge umflattern den Besucher und erstaunt hört er, wie es geschäftigt um ihn summt und brummt.

 

Sitzgelegenheiten laden ein zum Verweilen, zum Hinschauen oder einfach nur zur Entspannung.

 

Hier fand unser erster Kneipp-Gesundheitstag statt. Mit Kräuterkunde, Waldbaden, Kneipp-Anwendungen am Becken zeigten wir, wie gesund und erfrischend ein Aufenthalt in der Natur sein kann.

 

 

 

 

Beuren/Hochwald

 

Das Kneipp-Tretbecken der Gemeinde Beuren/Hochwald (nahe Hermeskeil) ist eines der schönsten in der Region Trier-Saarburg.

1973 wurde es gebaut, drei Jahre später kamen ein Angelweiher und die Fischerhütte dazu.

Beuren liegt 30 km von Trier entfernt und ist Teil des Naturparks Saar-Hunsrück.

 

 

Das Kneipp-Tretbecken besteht komplett aus Holz mit Kiesbett in drei Durchgängen. Links und rechts gibt es tiefere Bereiche und hinter dem Quersteg mit der Bank sogar ein größeres Becken.

Nicht nur Wassertreten ist hier möglich. Für Abgehärtete (als Kinder waren wir es!) ist es eine Wonne, im heißen Sommer in den tieferen Bereichen links und rechts der Durchgänge ganz einzutauchen. Das Wasser wird direkt vom vorbeifließenden Krennerichbach gespeist, es ist frisch und klar.

 

 

Die Fischerhütte und der Angelweiher sind umgeben von üppiger Vegetation und Kräutervielfalt. Rund um den Weiher, aber auch im sumpfigen Gelände nahe des Bachverlaufes brummt das Leben. Für Liebhaber von Flora und Fauna ein kleines El Dorado. Auch Wanderlustige kommen auf ihre Kosten, denn hier beginnt der Rockenburger Urwaldpfad - ein ganz besonderes Erlebnis.

 

 

 

Seit Gründung des Kneipp-Vereins Trier e. V. im Jahre 1988 besteht der Wunsch nach einer schönen Kneipp-Anlage im Stadtbereich - leider bisher vergeblich.

Seit Oktober 2019 startet der Verein mit neuer Besetzung und hofft, den Menschen in Trier und Umgebung die wunderbaren Anwendungen nach Sebastian Kneipp wieder nahezubringen. Ob es nun doch eine Kneipp-Anlage in Trier geben wird?

Einige Dörfer der Region wissen um den Segen einer Kneipp-Anlage vor der Tür und den gesundheitlichen Nutzen, den jeder spürt, der sich darauf einläßt.

TV-Artikel aus dem Jahre 2012:

Kaltes Wasser für qualmende Füße

 

 

 

Fotos: Elke Bitzer (Wandern in Deutschland)

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Ortsbürgermeister Igel

Werden Sie Mitglied im Kneipp-Verein Trier e.V.

 

Als Mitglied können Sie viele Vorteile nützen:

  • Zehn Ausgaben des Kneipp-Journals vom Kneipp-Bund Bad Wörishofen

  • Kostenfreie und ermäßigte Kursangebote

  • Rabatte bei Fortbildungen der SKA (Sebastian-Kneipp-Akademie Bad Wörishofen)

  • 10 % Ermäßigung beim Kauf von Barfußschuhen (Leguano)

Auch können Sie als Mitglied aktiv teilhaben am Werdegang des Vereins und sich einbringen mit Gedanken, Ideen oder Vorschlägen.

 

Mitgliedsbeiträge:

 

Einzelperson:  36 € im Jahr

Familie:          48 € im Jahr